Montag, 27. Juli 2026

Baldrian

Baldrian soll ja eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung haben. Bei manchen sogar stimmungsaufhellend. Da ich zurzeit Gedankenkreisen wieder verstärkt Abends vor dem Einschlafen habe, versuche ich es erneut und berichte hier.

Bei Baldrian ist zu beachten, dass es kein schnelles Schlafmittel ist und sich die Wirkung allmählich aufbaut bis sie nach mehreren Wochen ihren Höhepunkt erreicht. Das ist die Wirkstoffsensibilisierung im Vergleich zu Wirkstofftoleranz die man sonst von synthetischen Schlafmitteln kennt, die zwar sofort und schnell wirken aber dann immer schlechter sodass man immer mehr benötigt und mehr Nebenwirkungen hat.

Baldrian soll laut diesem Bericht vom Forum Land der Träume (ich liebe dieses Forum aber leider sind die goldenen Zeiten dieses Forums wohl vorbei :( ) auch Entzugserscheinungen haben können und Nebenwirkungen. Pflanzlich bedeutet nicht ohne Nebenwirkungen!

Meine Erfahrungen mit Baldrian bisher

Ich hatte Baldrian auch schon genommen und auch schon länger aber das war zu einer Zeit wo ich literweise Kaffee gesoffen habe um meine Antriebslosigkeit zu bekämpfen.

Damals hat es mir wirklich beim Einschlafen geholfen aber nicht beim Durchschlafen.
Am Tag hat es mich müde gemacht und wenn ich es Abends nahm habe ich teilweise einen leichten Hangover gehabt und kam nicht so gut aus dem Bett. Weiß aber nicht ob das auch an meinem exzessiven Kaffeekonsum zu der Zeit lag.

Entzugserscheinungen hatte ich keine.

Meine Erfahrungen ab dem 26.07.2026





Habe die 150mg Baldrianextrakttabletten von der Eigenmarke von DM. Da soll man pro Dosis 3 Stück nehmen also insgesamt 450mg. Maximal 4x3 Tabletten am Tag. Es gibt auf welche von Ratiopharm die sind größer da hat man direkt 450mg in einer und muss nur eine nehmen. Vielleicht steige ich noch auf die um wenn ich dabei bleibe.

Mein Versuch


26.07.2026: Ich nehme vor dem Schlafen eine Dosis (450mg). Fühle mich leicht müder und kann ganz gut einschlafen. Gedankenkarussell hält sich in Grenzen. Schlafen konnte ich vorher aber auch ganz gut nur das Einschlafen war durch die negativen Gedanken nicht so leicht und es macht mich auch fertig

Schokolade hilft! :D

Was mir durch die Zeiten mit Depression und Antriebslosigkeit wirklich hilft ist viel dunkle Schokolade also 70% und mehr oder reiner Kakao (Backkakao) und keine Kabaplürre.

Wirkung

Es hat bei mir wirklich eine gewisse stimmungsaufhellende Wirkung und macht mich auch angenehm fit. Nicht so wie Kaffee, der einen zwar auch fit macht aber teilweise mit unangenehmen Nebenwirkungen und ohne diese angenehm stimmungsaufhellende und antriebssteigernde Wirkung.

Vielleicht ist es Placebo kann sein aber es könnte auch das Theobromin sein, welches ja mit Koffein verwandt ist und stimmungsaufhellende Wirkung haben soll?

Nebenwirkungen

Einzig wenn man es übertreibt kann man Herzrasen bekommen und die Wirkung von Theobromin hält doppelt so lang wie Koffein also auch nicht zu sehr übertreiben

Woran ich immer denken muss ist ein Erfahrungsbericht aus dem Forum Land der Träume, wo einer auf Schokolade sehr abgeht. Vielleicht ist da ja was dran also ich finde es hat eine nice Wirkung aber man bildet irgendwann eine Toleranz raus und dann hat man das selbe Problem wie bei Koffein. Aber ansonsten kommt Kakao ganz gut :)

2016 - Der Absturz

Ende der 11. Klasse

Ich merkte wie es mir immer schlechter ging, auch die Noten waren dementsprechend und wusste gar nicht warum ich mir das "antue". Antrieb war gefühlt 0. Ich schaffte es mit vielen Fehlzeiten bis zu den Sommerferien.

Sommerferien

Ich kann mich nur vage dran erinnern wie genau es anfing. Ich weiß nur das meine Familie in Urlaub fuhr und ich nicht mitkam. Meine Schwester blieb auch zuhause. 
Eines Abends ging es mir sehr schlecht und irgendwie war das der Auslöser. Ich weiß nicht warum, aber ab dem Moment blieb dieses Unwohlsein. Und ich hatte Angst zu Essen und zu Trinken, weil es dann ja noch schlimmer werden könnte. Das waren die Gedanken die bei mir so im Kopf auftauchten.

Es wurde nicht besser und durch das Wenige essen und Trinken, wurde ich körperlich auch immer schwächer. Ich lag nur noch rum, mir war schlecht und schwindelig wenn ich aufstand. Selbst das Haus verlassen fiel mir schwer. Ich lenkte mich mit dem Internet ab irgendwelche Videos oder Hörspiele.

Ich kann mich noch daran erinnern, dass es mir zu der Zeit so schlecht ging, dass ich nicht mehr alleine in einem Zimmer schlafen konnte und deswegen bei meinen Eltern schlief.

Nach den Sommerferien

Ich kam nicht in die Gänge. Ich ging zu einer Hausärztin die mir Opipramol verschrieb, was mich aber nur benommener machte aber mir nicht half gegen die Ängste und Antriebslosigkeit also setzte ich es selber nach ein paar Tagen wieder ab. 
Meine Hausärztin wurde wütend und meinte ich hätte es gar nicht richtig versucht und schmiss mich raus.

Das einzige "Glück" was ich hatte war, dass ich in meinem Bundesland mit 11 Schuljahren die Schulpflicht erfüllt hatte. das hieß, dass zumindest mir die Schule durch mein Fehlen nicht aufs Dach steigen konnte.

Ich kann mich an vieles irgendwie nicht richtig mehr erinnern aber die Schule setzte mein Jahr aus und bot mir an nochmal zu wiederholen, aber ich hatte andere Sorgen als das. Keine Ahnung ob ich noch Atteste oder sowas hatte, ich weiß es nicht mehr.

Ich wog noch ca. 40 kg auf 181cm vorher war ich eher leicht Übergewichtig gewesen. Meine Eltern fuhren mich in eine Aufnahme aber dort sagt man, ich solle es doch ambulant versuchen. Wie schlecht muss es einen gehen um aufgenommen zu werden? Ohne irgendwas wird man da einfach weggeschickt, es scheint denen einfach egal zu sein.

Das einzige was mich gerettet hat war dann die Pflege meiner Eltern und wir versuchten einen Therapeuten zu finden. Bei der Krankenkassenvermittlung zog man über Medikamente her und empfahl lieber eine Psychotherapie. Wo ich heute sagen kann, dass das ein Fehler war und Medikamente wahrscheinlich für mich der bessere Weg gewesen wären.

Danke fürs Lesen

Cheers!

Sonntag, 26. Juli 2026

2014 - 2015 - Es wäre zu schön gewesen

 Anfang 2014

Es stand die Realschulprüfungen an. Für mich sogar 2 Mal. Weil es nicht fest stand ob ich überhaupt versetzt werde, musste ich einmal die für das Gymnasium machen und einmal für die Realschule.

An sich hatte ich mich wieder gut eingekriegt. Die Angst und Antriebslosigkeit hatte ich einigermaßen im Griff.

Geholfen hat mir auch meine Fantasie und Ablenkung wie schon als Kind: Creepypastas waren ein Ding, gezockt, Lets Plays (PietSmiet war damals noch so witzig mit Hardi, leider inzwischen wird da auch nur noch das Geld gezählt) geschaut. Zu dem Zeitpunkt habe ich die Brony Community entdeckt, was ich zuerst schräg aber dann irgendwie auch cool fand. Der  würde ich mich bis heute zuordnen. Davor war ich schon auf Sonic Comics gestoßen die ich cool fand. Auch wenn das andere Bronies nicht gerne sehen diese Verbindung aber ich kam daher. Und dann ist der Weg auch nicht weit hin zur Brony und Furry Community lol.

Wenn ich so darüber nachdenke habe ich sowieso lieber fiktive Charaktere gemocht als echte Schauspieler. Die haben bei mir nie so die Freude ausgelöst wie fiktive Charaktere. Vielleicht weil da die Welten nicht so von den Zwängen belegt sind wie die echte Welt es nun mal ist.

Meine Lateinlehrerin wollte meiner Versetzung damals den Todesstoß versetzen. Sie gab mir auf dem Halbjahreszeugnis eine glatte 6. Das wärs gewesen für mich. Ich beschwerte mich, da ich mitmachte soweit es ging und nie schwänzte. Es gab andere wo selbst den Lehrern bekannt war, dass diese gerne mal fehlten die auch noch ihre 5 bekamen. Eine 5- mündlich reichte mir aber selbst das wollte sie mir anscheinend nicht gönnen. Nach einem hin und her und dank dem Einsatz meiner Klassenlehrerin bekam ich meine 5-.

Meine Klassenlehrerin die auch meine Mathelehrerin war rettete mir komplett die Versetzung. Sie gab mir in Mathe eine 4 oder sogar 3, ich weiß es nicht mehr genau, aber dadurch wurde meine Versetzung möglich.

Ich weiß nicht ob ich jemals dafür richtig bedankt habe aber hier tue ich es nochmal.

Frau Kück sie waren eine tolle Klassenlehrerin und Lehrerin und ich danke ihnen für alles. Sie hat auch einen eigenen Youtube-Kanal mit Mathevideos. Den verlinke ich hier

Es lag eher an meiner Antriebslosigkeit, den Flausen und Mathescheu, dass sie bei mir auf Granit gestoßen ist.

Leider zog in der Zeit zum Ende der 10. Klasse ein guter Freund aus der Gruppe weg. So blieben noch 2 andere. 

Aber 1 von den 2 redete hinter meinem Rücken schlecht von mir bezeichnete mich als langweilig etc.. Dabei würde ich ihn gerne daran erinnern, dass ich derjenige war damals als wir eine Tischtennisphase hatten, wo wir das fast jede Pause gespielt haben, ihn mitspielen zu lassen und Teil unserer Gruppe zu werden. Der Freund der jetzt wegzog, warnte mich ihn besser nicht Teil unserer Gruppe werden zu lassen aber auf mich wirkte er nett und locker.
Hätte ich mal auf ihn gehört. Er zog jetzt weg und ich war ihm ausgeliefert. Zwar war noch 1 weiterer in der Gruppe aber der war eher zurückhaltend und sprang mir auch nicht wirklich zur Seite.

Aber ich war auch so eine Pfeife und schäme mich dafür, dass der Freund der wegzog von der Klasse schlecht behandelt wurde und ich nicht für ihn da war oder ihn nicht verteidigt habe aus Angst selber ins Fadenkreuz zu geraten. Sry, Bro!

Schlechte Aussichten also für die 11. Klasse. Wir vertrugen uns zwar einigermaßen aber das Verhältnis war eher angespannt, weil der besagte Freund immer mehr auf Möchtegerngangster und Macho tat, was mich eher abstieß.

Oberstufe 11. Klasse

Klassen gibt es in der Oberstufe nicht mehr. Dieser Zusammenhalt und Spaß war irgendwie weg seit der eine Freund weggezogen war. 
Also ging es wieder los: Die Motivation war schlecht, die Noten sowieso. Ich ging zur Schule ohne Ziel und ohne große Hoffnung das Abitur zu schaffen. Die Fehltage häuften sich zunehmend aber nicht so, dass ich wochenlang ausfiel wie in der 9ten Klasse.

Das war es bis hier. Danke fürs Lesen :)

Cheers!


2013 - Neuer Anfang, neues Glück?

So war es nun der Anfang der 10. Klasse.

Es sah meist so aus: Morgens musste ich mich zur Schule quälen und die erste Stunde war immer schlimm.

Was mich wirklich gerettet hat war das freie Arbeiten wo man auch unbemerkt rausgehen konnte und nicht so ein Druck da war und zum Zweiten war es die Klasse. Ich empfand sie als angenehm. Die eher unangenehmen Leute waren in der Nachbarklasse. 

Meine Gruppe mit den 3 anderen machte viel Blödsinn, es war schön. Zwar nicht für die Leistungen in der Schule aber so kam ich durch sonst hätte ich es nicht gepackt durch die Ängste und die Antriebslosigkeit. das war das Einzige was mich bei der Stange hielt.

Ich habe deswegen eher gute Erinnerungen trotz der Beschwerden die ich da schon massiv hatte aber ich fühlte mich zugehörig und ich hatte wieder einen Alltag. Kein Rumliegen den ganzen Tag und Angst haben, dass die Schule einem aufs Dach steigt.

Ende für diesen Teil :) Danke fürs Lesen

Cheers!